Über die Postleitzahl 24814
Als einziger Ort wurde Sehestedt beim Bau des Nord-Ostsee-Kanals zwischen 1887 und 1895 in zwei Teile zerschnitten; die Gemeinde stellt fast die gesamte Postleitzahl 24814 und gehört zum Amt Hüttener Berge im Kreis Rendsburg-Eckernförde.
Erstmals erwähnt wird der Ort 1282, seine am Kanal gelegene romanische Feldsteinkirche St. Peter und Paul folgte mit einer ersten Nennung 1318. Zu den ältesten Gütern im einstigen Herzogtum Schleswig zählt Sehestedt schon lange; das heutige Herrenhaus entstand 1728 anstelle einer Burg, deren Graben erst 1865 zugeschüttet wurde. Mit Carl Ludwig Christiansen von Sehestedt starb 1882 der letzte Vertreter der nach dem Gut benannten Adelsfamilie. Am 10. Dezember 1813 setzten sich hier während der napoleonischen Kriege dänische Truppen gegen eine alliierte Nordarmee durch und zogen sich anschließend in die Festung Rendsburg zurück. Ein tragisches Kapitel schrieb der 11. September 1974, als bei einer Fallschirmjägerübung des NATO-Manövers Bold Guard sechs schottische Soldaten ums Leben kamen; daraus entstanden persönliche Kontakte nach Schottland und, seit 2001, die Sehestedter Highland Games. Der auf Windenergie spezialisierte Projektentwickler Denker & Wulf hat seinen Firmensitz im Ort, dazu gehört auch ein Infopark zu erneuerbaren Energien.
Auf 15,4 km² leben 756 Menschen, rechnerisch 49 je Quadratkilometer.
Über den Naturparkweg ist Sehestedt mit den anderen Naturparken Schleswig-Holsteins verbunden, benachbart liegen unter anderem Gettorf und Bovenau.