Über die Postleitzahl 24816
Im Naturpark Aukrug, südlich von Rendsburg zwischen Nord-Ostsee-Kanal und der Bundesstraße 77, liegen mehrere kleine Gemeinden des Amts Jevenstedt: Luhnstedt stellt mit gut einem Drittel den größten Teil der Postleitzahl 24816, dazu kommen Stafstedt, Hamweddel, Brinjahe und, mit einem winzigen Zipfel, Hörsten.
Luhnstedt gehört zu den holsteinischen Ur-Dörfern mit der typischen Endung „-stedt" und wird 1447 erstmals als „Lundstede" genannt; sein Name geht wohl auf die Luhnau, einen Sumpfbach, zurück. Im Frühjahr 1945 versorgte das kleine Dorf binnen weniger Wochen über elftausend Flüchtlinge und dreieinhalbtausend Pferde, ein Vielfaches dessen, was es an eigenen Einwohnern zählte. Von 1954 bis 1957 diente Luhnstedt der Schleswag als Versuchsdorf: Der Stromverbrauch neuer Elektrogeräte wie Bügeleisen wurde über Jahre protokolliert und lieferte Grundlagen für den Ausbau des Stromnetzes in ganz Schleswig-Holstein. Das örtliche Geschäft erhielt seine Handelskonzession bereits 1842 vom dänischen König Christian VIII. und zählt zu den ältesten durchgehend familiengeführten Läden des Landes. Auch Stafstedt gilt mit einem geschätzten Alter von 900 bis 1000 Jahren als Ur-Dorf und liegt am historischen Ochsenweg. Hamweddel wiederum entstand erst um 1500 und bedeutet „Waldfurt"; hier betreiben die verbliebenen Höfe vor allem Milchwirtschaft.
Auf 42,2 km² leben 1.219 Menschen, das ergibt 29 je Quadratkilometer.
Im Norden grenzt Jevenstedt an, im Süden Hohenwestedt und im Westen Todenbüttel mit seinen Nachbargemeinden.