Über die Postleitzahl 24857
Am Südufer der Schlei, östlich von Schleswig, liegen Fahrdorf und Borgwedel, die im Amt Haddeby die Postleitzahl 24857 bilden; Fahrdorf stellt knapp die Hälfte der Fläche.
Der Name Fahrdorf, 1575 erstmals als „Vardorp" belegt, verweist auf eine frühere Überfahrtstelle über die Schlei; einer dänischen Sage nach soll der heilige Christophorus von hier aus das Jesuskind auf seinen Schultern nach Schleswig getragen haben. Archäologen bargen 2021 auf einem Acker bei Fahrdorf vier bronzezeitliche Beile und sieben Sicheln. 1957 wurden auf Anordnung der Landesregierung die Kriegstoten aus dem nördlichen Schleswig-Holstein zum neu angelegten Ehrenfriedhof auf dem Karberg am Haddebyer Noor umgebettet. Borgwedel, urkundlich erstmals 1388 genannt, verdankt seinen zweiten Namensbestandteil vermutlich einer alten Wat- oder Furtstelle; sein Ortsteil Stexwig ist seit 1412 belegt und bedeutet wohl „Stangenbucht". Nördlich davon liegen die unterseeischen Reste des um 737 errichteten Schlei-Seesperrwerks, eines Teils des Danewerks, die seit den 1990er Jahren archäologisch untersucht werden. Seit den 1970er Jahren entstanden in Borgwedel zudem mehrere Wochenendhausgebiete für Hamburger Familien.
Auf 21,9 km² leben 3.342 Menschen, das ergibt 152 je Quadratkilometer.
Nachbarn sind Schleswig im Westen, Busdorf im Norden sowie Schaalby und Selk im Osten.