Über die Postleitzahl 24866
Busdorf, Verwaltungssitz des Amtes Haddeby im Kreis Schleswig-Flensburg, deckt fast dieses gesamte Postleitzahlgebiet ab. Es liegt am äußersten südlichen Rand der Landschaft Angeln, am Ende des Schlei-Meeresarms, mit dem Busdorfer Teich im Nordwesten und dem Naturschutzgebiet Busdorfer Tal an der Grenze zu Dannewerk.
Auf dem Gemeindegebiet liegen die Reste der wikingerzeitlichen Siedlung Haithabu, dazu der Skarthi-Stein, ein Runenstein vom Beginn des 11. Jahrhunderts; 2023 kam im Umfeld der Wikingersiedlung ein Hortfund zum Vorschein, der wohl in die Zeit zwischen 1200 und 1250 zu datieren ist. Der Ortsname selbst geht auf einen 1299 belegten Personennamen zurück und bedeutet Dorf des Butse. Bei der sogenannten Osterschlacht 1848 nahmen preußische Truppen unter General von Wrangel das damals dänische Busdorf ein, das dennoch bis 1864 unter dänischer Herrschaft blieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte der Zuzug von Flüchtlingen die Einwohnerzahl beinahe, neue Wohngebiete entstanden, und landwirtschaftliche Betriebe wichen zunehmend Handel, Handwerk und Dienstleistung; seit 1998 liegt südlich des Orts der Gewerbepark Wikingerland direkt an der Bundesautobahn 7, in dem auch die Großraumdiskothek Vineta Besucher aus weiten Teilen des Landes anzieht.
Auf 5,3 km² leben 2.039 Einwohnerinnen und Einwohner, die Dichte liegt bei 388 je Quadratkilometer. Nachbarort Richtung Norden ist die Stadt Schleswig, Richtung Süden Dannewerk mit den übrigen Resten des Danewerks.