Über die Postleitzahl 25566
Südöstlich von Itzehoe, in der Krempermarsch am Rand der Münsterdorfer Geestinsel, liegt die von der Zementindustrie geprägte Gemeinde Lägerdorf, die den größeren Teil der Postleitzahl 25566 ausmacht; den Rest stellt die südlich angrenzende Gemeinde Rethwisch.
Lägerdorf wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von holländischen Deichbauern gegründet und hieß ursprünglich Hollendersdorpe oder Legerdorpe. Nachdem 1862 Kreide gefunden worden war, siedelte sich hier die Zementindustrie an: 1863 gründete Otto Friedrich Alsen die Alsen'sche Portland-Cement-Fabrik, 1884 folgte die Breitenburger Portland-Cement-Fabrik; beide Werke schlossen sich 1972 zusammen und firmieren seit 2003 unter dem Namen Holcim. Die Zementfabrik dominiert den flachen Ort bis heute und ist schon von Weitem sichtbar. Bei der Reichstagswahl im März 1933 war Lägerdorf mit 41,4 Prozent für die KPD die größte KPD-Hochburg Schleswig-Holsteins. Ein Heimatmuseum im Alten Rathaus informiert über die Geologie und die Industriegeschichte des Ortes. Rethwisch nutzt gemeinsam mit dem Nachbarort Neuenbrook eine Grundschule.
Die Postleitzahl umfasst 15,8 km², auf denen 3.170 Menschen leben, das entspricht 201 Einwohnern je Quadratkilometer. Die Bundesautobahn 23 verläuft anteilig durch beide Gemeinden.