Über die Postleitzahl 28755
Am Zusammenfluss von Lesum und Weser liegt Vegesack, das den größten Teil dieser Postleitzahl im Bremer Stadtbezirk Nord bildet, dazu ein kleiner Streifen des benachbarten Blumenthal und ein schmaler Zipfel der niedersächsischen Gemeinde Schwanewede. Seit rund 400 Jahren prägen Schifffahrt und Schiffbau den Ort: Zwischen 1619 und 1623 entstand hier der erste künstliche Flusshafen Deutschlands, von dem aus ab dem 17. Jahrhundert Walfänger in Richtung Grönland ausliefen. Am 30. Dezember 1816 lief im nahen Grohn mit der „Weser“ das erste in Deutschland gebaute, funktionstüchtige Dampfschiff vom Stapel.
Mit der Gründung Bremerhavens 1827/30 konzentrierte sich Vegesack zunehmend auf Walfang, Fischfang und Schiffbau; Anfang des 20. Jahrhunderts war es Heimathafen der größten Heringslogger-Flotte Europas. 1863 gründete der Navigationslehrer Adolph Bermpohl hier den Bremischen Verein zur Rettung Schiffbrüchiger, aus dem später die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hervorging. Die 1893 entstandene Großwerft Bremer Vulkan blieb bis zu ihrer Schließung Ende der 1990er Jahre der bedeutendste Arbeitgeber der Region; an die maritime Geschichte erinnern heute Bronzeplastiken wie der Vegesacker Wal und die Wal-Kiefer am Hafen sowie das in den 1980er Jahren nach Plänen mehrerer Architekten entwickelte Fährquartier.
Die Postleitzahl 28755 erstreckt sich über 5,5 km² mit 15.852 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 2.903 Einwohnern je Quadratkilometer. Benachbart liegen die Bremer Postleitzahl 28779 sowie mit Lemwerder und Schwanewede zwei niedersächsische Gemeinden.