Über die Postleitzahl 28197
Links und rechts der Weser, dort wo Bremens Hafenanlagen flussabwärts der Altstadt liegen, erstreckt sich die Postleitzahl 28197 über die Stadtteile Häfen, Seehausen, Strom und Woltmershausen.
Weil die Weser schon im 17. Jahrhundert zunehmend versandete, wichen Hochseeschiffe erst nach Vegesack und Brake aus, später nach Bremerhaven. Um den Handel zurückzuholen, ließ Bremen ab 1887 den Europahafen anlegen, der mit dem Beitritt zum Zollverein 1888 zum Freihafen wurde; 1906 folgte der Überseehafen. 1962 fanden Baggerarbeiten für dessen Erweiterung vor Rablinghausen ein hölzernes Wrack: eine Hansekogge von 1380, die heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven zu sehen ist. Seehausen wiederum war schon zu römischer Zeit besiedelt, wie eine dort ausgegrabene Flottenstation belegt, und wurde 1187 erstmals als Sehusen urkundlich erwähnt. Woltmershausen, benannt nach einem sächsischen Siedler des 11. Jahrhunderts, wurde um 1900 zum Wohnort für Hafen- und Werftarbeiter; im ehemaligen Fabrikgelände des Tabakunternehmens Martin Brinkmann entsteht heute das Tabakquartier als eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Bremens.
Auf 31,4 km² leben 15.563 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 495 je Quadratkilometer.
Über die Weser hinweg liegen die Postleitzahlen 28217 und 28237; das Kennzeichen der Hansestadt ist HB.