Über die Postleitzahl 28844
Die Gemeinde Weyhe im Norden des Landkreises Diepholz nimmt diese Postleitzahl fast vollständig ein, mit den Ortsteilen Leeste, Sudweyhe und Kirchweyhe als größten Anteilen. Der Ortsname Weyhe taucht schon um 860 in einem Bericht über Wunderheilungen am Grab des heiligen Bischofs Willehad im Bremer Dom auf: Ein Mädchen aus dem Dorf „Wege“ soll dort seine Gesundheit zurückerhalten haben. Leeste selbst geht auf eine Gründung des Holländers Bovo im Jahr 1180 zurück, im Zuge der Urbarmachung von Brincimibrook und Weigeribrook.
Im 18. und 19. Jahrhundert waren die Bewohner von Leeste als Fuhrleute bekannt, die in Bremen gehandelte Waren bis nach Süddeutschland transportierten – zur Blütezeit des Frachtfuhrwesens soll es dort mehr als 170 Fuhrleute gegeben haben. Mit der Eisenbahnstrecke Bremen–Osnabrück, die 1873 durch Kirchweyhe führte, entstand dort ein sechs Kilometer langer Rangierbahnhof, von dem um 1925 rund zwei Drittel der Einwohner lebten. Ältestes erhaltenes Bauwerk der Gemeinde ist der romanische Backsteinturm der Felicianuskirche in Kirchweyhe aus der Zeit um 1250. Erst 1974 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Kirchweyhe, Sudweyhe und Leeste zur heutigen Einheitsgemeinde Weyhe zusammen.
Auf 60,1 km² zählt die Postleitzahl 28844 30.561 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 509 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Seit 2010 verkehrt hier die Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen; die Gemeinde grenzt an mehrere Bremer Stadtteile sowie an Stuhr, Syke und Achim.