Über die Postleitzahl 28832
Südöstlich von Bremen liegt die Stadt Achim, eingebettet in die Niederung der mittleren Weser am Übergang zur umliegenden Geest, die zusammen mit ihren Ortsteilen Baden, Uphusen, Uesen, Embsen und Bierden fast diese gesamte Postleitzahl bildet. Vorgeschichtliche Funde belegen eine frühe Besiedlung: Bei Ausgrabungen für eine Erdgasleitung wurde zwischen Bierden und Uphusen die sogenannte „Venus von Bierden“ entdeckt, ein frühmesolithisches Steingerät mit Gravur, das heute im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover zu sehen ist. In der Jungsteinzeit errichteten Angehörige der Trichterbecherkultur bei Achim und Bierden fünf Großsteingräber, die im 19. Jahrhundert allerdings abgetragen wurden.
Achims ältestes erhaltenes Bauwerk ist die dem heiligen Laurentius geweihte Kirche, die 1257 erstmals als Kirche in Achim erwähnt wurde; ihr spätgotisches Rippengewölbe entstand zwischen 1350 und 1500. Der Ortsteil Baden erscheint bereits in der vom Bremer Domschreiber Adam von Bremen verfassten Geschichte des Erzbistums Hamburg, als Erzbischof Unwan um 1013 dessen Erträge der Bremer Geistlichkeit übertrug. Uphusen wiederum lieferte bei denselben Erdgasleitungs-Grabungen einen goldenen Fingerring mit blauer Perle aus dem 4. bis 7. Jahrhundert.
Auf 67,6 km² zählt die Postleitzahl 28832 32.115 Einwohnerinnen und Einwohner, was 475 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Die Lage an der Bahnstrecke Bremen–Hannover verschafft Achim stündliche Zugverbindungen in beide Richtungen; angrenzend liegen unter anderem die Gemeinden Weyhe, Oyten und Ottersberg sowie ein Bremer Stadtteil.