Über die Postleitzahl 29323
In den südlichsten Ausläufern der Lüneburger Heide, etwa 20 Kilometer westlich von Celle, liegt die Gemeinde Wietze, die diese Postleitzahl größtenteils bildet; ein kleiner Anteil reicht in die Gemeinde Buchholz (Aller) im benachbarten Heidekreis hinein.
Wietze gilt als einer der Ursprungsorte der deutschen Erdölförderung: Bereits seit 1652 wurde hier aus obertägigen Teerkuhlen ein schweres Erdöl gewonnen, das als Wagenschmiere oder Dichtungsmaterial diente, und 1858 fand am Rand einer dieser Teerkuhlen eine der ersten Erdölbohrungen weltweit statt. Die Orte Wietze und Steinförde wurden erst 1928 zur heutigen Gemeinde zusammengelegt, die Ortsteile Wieckenberg, Jeversen und Hornbostel kamen 1973 hinzu. Im Ortsteil Wieckenberg steht die 1692 erbaute Stechinelli-Kapelle, äußerlich einem Bauernhaus gleichend, innen jedoch mit barocker Ausstattung versehen. Nördlich des Ortes liegt das Naturschutzgebiet Hornbosteler Hutweide, wo seit 2009 auch Przewalski-Pferde zur Beweidung eingesetzt werden.
Auf 64,3 km² leben 7.315 Menschen, das ergibt 114 Einwohner je Quadratkilometer.
Wietze grenzt an Winsen (Aller) im Osten und Hambühren im Süden.