Über die Postleitzahl 29378
Als Mittelzentrum für ein weitläufiges, dünn besiedeltes Umland dient die Kleinstadt Wittingen, gelegen im äußersten Nordosten des Landkreises Gifhorn direkt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Die PLZ 29378 deckt den größten Teil des Stadtgebiets ab, darunter die Kernstadt selbst sowie die Ortschaften Boitzenhagen, Schneflingen, Radenbeck, Ohrdorf, Teschendorf, Lüben und zahlreiche kleinere Dörfer wie Darrigsdorf, Erpensen, Kakerbeck und Stöcken.
Wittingen wird bereits 781 in einer Urkunde zu den Grenzen des Bistums Hildesheim erwähnt und erwarb bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts das Stadtrecht. 1340 gelangte die Stadt aus brandenburgischem Besitz an die Welfen in Celle. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt sie durch Einquartierung schwedischer Regimenter 1639 eine Brandkatastrophe. Lüben, die nördlichste Ortschaft, wurde bereits 956 als Liubeme urkundlich genannt, als Otto I. es dem Stift Quedlinburg schenkte, und ist als Rundling angelegt. Prägend für die Wirtschaft sind heute die Privatbrauerei Wittingen mit rund 100 Mitarbeitern und die Helios Klinik. Der Junkerhof von 1528, einst Gutshof der Adelsfamilie von dem Knesebeck, beherbergt inzwischen eine historische Ausstellung.
7.847 Menschen leben auf 170,2 km², das ergibt 46 Einwohner je Quadratkilometer. Die Elbe-Weser-Wasserscheide verläuft durch das Stadtgebiet, im Nordwesten liegt bei Stöcken das Naturschutzgebiet Schweimker Moor und Lüderbruch. Nachbargebiete sind unter anderem Hankensbüttel, Lüder und Wahrenholz.