Über die Postleitzahl 29472
Damnatz liegt im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue direkt am Fluss, im Nordosten des Landkreises Lüchow-Dannenberg an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern, und gehört zur Samtgemeinde Elbtalaue mit Verwaltungssitz in Dannenberg. Die Postleitzahl deckt praktisch die gesamte Gemeinde ab, zu der neben dem Kernort das Marschhufendorf Landsatz sowie Barnitz, Jasebeck und der Weiler Kamerun zählen.
Namensformen wie Domnitze aus dem 14. Jahrhundert weisen auf slawische Wurzeln hin; gedeutet wird der Name entweder als „Domanici“ für Leute oder Nachkommen oder als „Dab'nica“ für einen Ort am Eichenhain. Im Kernort steht eine kleine Fachwerkkirche von 1617 mit einer einmanualigen Orgel; der Überlieferung nach verschanzte sich hier 1813 ein Trupp napoleonischer Soldaten, noch heute sind Einschusslöcher aus dieser Zeit zu sehen. Der Schriftsteller Nicolas Born fand seine letzte Ruhe auf dem hiesigen Friedhof, geschmückt mit einer Arbeit des Bildhauers Klaus Müller-Klug. Der 1994 von ihm und seiner Frau Monika angelegte Skulpturengarten auf einem ehemaligen Pfarrgrundstück an der Elbe zeigte bis 2012 dreißig Großskulpturen von zehn Künstlerinnen und Künstlern; in einer umgebauten Scheune entsteht dort eine Sammlung aus Skulptur, Malerei und Installation. Im Ortsteil Jasebeck erinnert ein seit rund 700 Jahren erwähntes Gutshaus an den früheren Besitz der Grafen von Dannenberg und später der Familien von Bülow und von Bernstorff-Wehningen.
Zwei Biogasanlagen erzeugen seit 2001 Strom und Wärme, eine davon zusätzlich gereinigtes Biomethan für Erdgasnetz und Tankstelle. Der Elberadweg verläuft auf dem Deich durch die Gemeinde. Auf 15,9 km² kommen 276 Menschen, das entspricht 17 Einwohnern je Quadratkilometer.
Nachbar-Postleitzahlen liegen bei Gusborn und Dannenberg sowie jenseits der Elbe bei Dömitz und im Amt Neuhaus; die Vorwahl ist 05865, das Kennzeichen DAN.