Über die Postleitzahl 29484
Langendorf liegt an der Elbe (Fluss-Kilometer 501) im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue und gehört zur Samtgemeinde Elbtalaue mit Sitz in Dannenberg. Größter Ortsteil ist das am Westufer gelegene Laase, zu dem einst auch Grippel und Pretzetze gehörten; weitere Ortsteile sind Kaltenhof, Brandleben und Kacherien.
Bei Kaltenhof, einem früheren herzoglich-mecklenburgischen Vorwerk mit Fährstelle nach Dömitz, liegen die Reste der einst zwischen 1870 und 1873 errichteten Eisenbahnbrücke bei Dömitz, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. In der Elbe bildet sich zwischen Brandleben, dem brandenburgischen Gaarz und dem mecklenburgischen Dömitz ein Dreiländereck. Auf einer Motte bei Pretzetze stand einst eine mittelalterliche Niederungsburg; von hier aus betrieb der Holzhändler Johann Georg Jauch von 1769 bis 1840 die Flößerei auf der Elbe für eine bedeutende Hamburger Holzhandelsfirma. Die klassizistische Backsteinkirche der Gemeinde entstand 1831/32 mit umlaufenden Emporen und Kanzelaltar. Zwischen Langendorf und Grippel bietet ein hölzerner Aussichtsturm von elf Metern Höhe einen Blick über die Elbauen. Seit 2009 verzichtet die gesamte Gemeinde auf gentechnisch veränderte Pflanzen, nachdem ein entsprechender Anbau 2008 in Laase auf starke Proteste gestoßen war; die Straße durch den Ort ist zudem seit 1995 regelmäßig Schauplatz der Castor-Transporte nach Gorleben.
Der Radfernweg Hamburg-Schnackenburg verläuft meist auf dem Elbdeich durch die Gemeinde. Auf 41,5 km² leben 671 Menschen, das ergibt 16 je Quadratkilometer.
Nachbar-Postleitzahlen sind Gusborn und Trebel sowie jenseits der Elbe Dömitz und Lenzen; die Vorwahl ist 05865, das Kennzeichen DAN.