Über die Postleitzahl 29493
Schnackenburg ist die östlichste Gemeinde Niedersachsens und die kleinste Stadt des Landes; sie liegt im Urstromtal der Elbe an der Mündung des Aland und gehört zur Samtgemeinde Gartow. Zur Stadt zählen die Dörfer Kapern, Holtorf und Gummern.
Der Ort entstand an der namensgebenden Burg und erhielt 1373 Stadtrecht; seine Bedeutung verdankte er dem hier fälligen Elbzoll, den Schiffer entrichten mussten - worauf auch das Nikolauspatrozinium der Kirche verweist. Ursprünglich zur Mark Brandenburg gehörend, fiel die Stadt nach einem verlorenen Grenzkrieg an Braunschweig-Lüneburg und bildete bis 1850 einen eigenen Amtsbezirk. Bis zur Wiedervereinigung war Schnackenburg von drei Seiten von der innerdeutschen Grenze umschlossen, ein sogenannter Bundesblinddarm; im alten Gutshaus der Grafen von Bernstorff saß damals der Zoll. Über Rundfunk wurden jahrzehntelang die Wasserstandsmeldungen von hier verbreitet, da sich an diesem Elbabschnitt der erste westdeutsche Pegel befand. Die Fähre zum brandenburgischen Ufer, deren Vorgängerin in den letzten Kriegstagen versenkt worden war, nahm erst 1991 mit der Ilka wieder den Betrieb auf.
Ein 14 Meter hoher hölzerner Aussichtsturm am Schutzhafen bietet einen Blick über das Elbtal, nahe dem christlichen Friedhof erinnert ein kleines jüdisches Gräberfeld mit einigen Steinen aus vorletztem Jahrhundert an eine frühere jüdische Gemeinde. Auf 23,6 km² leben 456 Menschen, das ergibt 19 je Quadratkilometer.
Nachbar-Postleitzahlen sind Gartow sowie jenseits der Elbe Lenzen und die Altmark bei Seehausen; die Vorwahl ist 05840, das Kennzeichen DAN.