Über die Postleitzahl 29471
Der Flecken Gartow liegt im Nordosten des Landkreises Lüchow-Dannenberg nahe der Grenze zu Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Mehr als die Hälfte der Fläche der Postleitzahl entfällt auf das unbewohnte gemeindefreie Gebiet Gartow, den Rest teilen sich der Kernort, das kleinere Nienwalde und das noch kleinere Laasche am Laascher See.
Steinbeile und Steinäxte belegen eine Besiedlung des Gartower Raums schon in der jüngeren Steinzeit, weitere Funde stammen aus Bronze- und Eisenzeit. Vermutlich seit 1225 stand hier eine Sperrburg gegen slawische Einflussnahme; 1360 gelangte der Ort an den Johanniterorden, der eine Kommende einrichtete, ehe er 1438 an die Familien von Bülow und von der Schulenburg verkauft wurde - deren Wappen bis heute im Gartower Ortswappen fortlebt. 1694 erwarb Andreas Gottlieb von Bernstorff den inzwischen verfallenen Besitz. Die barocke St.-Georg-Kirche von 1724 ersetzte einen abgebrannten gotischen Vorgängerbau; ihre 1740 von Johann Matthias Hagelstein gebaute Orgel ist dessen einziges bekanntes erhaltenes Instrument. Beim Ortsteil Höhbeck bestand mit dem Sender Gartow eine Richtfunkanlage mit zwei über 300 Meter hohen Antennenträgern, über die während der deutschen Teilung fast die Hälfte aller Telefonverbindungen zwischen Bundesrepublik und West-Berlin liefen; der kleinere Mast wurde 2009 gesprengt, der größere ist weiterhin in Betrieb.
Gartow liegt an der zu einem See aufgestauten Seege im Biosphärenreservat Elbtalaue und galt früher als Luftkurort; heute ziehen der Gartower See, eine Familientherme und der Elberadweg Gäste an. Auf 64,8 km² leben 1.338 Menschen, das sind 21 je Quadratkilometer.
Nachbar-Postleitzahlen führen nach Gorleben, Höhbeck, Prezelle, Schnackenburg und Trebel sowie über die Landesgrenzen nach Lenzen in Brandenburg und in die Altmark bei Seehausen; die Vorwahl ist 05846, das Kennzeichen DAN.