Über die Postleitzahl 29633
Munster im Heidekreis ist vor allem als Garnisonsstadt bekannt: Gemessen an der Truppenstärke stationiert hier das deutsche Heer seinen größten Standort überhaupt, und auch unter allen Bundeswehrstandorten zählt die Kleinstadt zu den bedeutendsten. Sie liegt eingerahmt zwischen den nördlichen und südlichen Teilen des Truppenübungsplatzes Munster. Die Postleitzahl umfasst nahezu das gesamte Stadtgebiet mit dem Kernort sowie den 1971 und 1972 eingegliederten Dörfern Oerrel, Trauen, Breloh, Töpingen, Ilster und Alvern.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Munster 1252 in einem Verzeichnis bischöflicher Güter des Bistums Verden. Die Stadtrechte erhielt es erst 1967. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt das Deutsche Panzermuseum, außerdem die St.-Urbani-Kirche aus dem 13. Jahrhundert und die aus einem Schafstall umgebaute Schafstallkirche St. Martin. Im Ortsteil Trauen betreibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bis heute eine Erprobungsstelle für Raketentriebwerke, an der bereits in den 1940er Jahren erste Brennversuche stattfanden; während der Berliner Luftbrücke wurde über den dortigen Bahnhof zudem Kohle für die Weiterfahrt zum Fliegerhorst Faßberg umgeschlagen. In Oerrel liegt ein großer Teil des Werksgeländes der GEKA, eines Unternehmens zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe.
Auf 174,6 km² leben in Munster 15.016 Menschen, das entspricht einer Dichte von 86 Einwohnern je Quadratkilometer.
Nachbarorte sind Oldendorf (Luhe), Amelinghausen und Rehlingen, außerdem Faßberg, Wriedel, Soltau, Bispingen und Wietzendorf.