Über die Postleitzahl 31638
Im Osten des Landkreises Nienburg (Weser) liegt, mitten im Staatsforst „Krähe“ eingebettet zwischen den Orten Langendamm und Steimbke, die Gemeinde Stöckse. Sie gehört zur Samtgemeinde Steimbke; ihre Dörfer Stöckse und Wenden samt dem dazugehörigen Lohe füllen die Postleitzahl fast vollständig aus.
Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich 1180 in einer Güterverzeichnisliste des Klosterstifts Herford, Wenden folgt 1275 in einem Wölper Lehensregister. Bei dem kleinen Waldsee, dem Stöckser See, liegt der Giebichenstein, ein gewaltiger eiszeitlicher Findling, und unmittelbar daneben das „Teufelsbett“, ein neolithisches Großsteingrab, dem die Decksteine fehlen. Deutschlandweit einzigartig ist die Kartoffeldämpfanlage Stöckse, die als einziges Exemplar ihrer Art bewahrt und wiederhergestellt wurde und seit 2009 als Kulturdenkmal gilt. Die Bockwindmühle, vermutlich rund 200 Jahre zuvor erbaut, kam 1870 nach Stöckse-Wenden, stand 1930 still und lief 2003 wieder an; seit 2007 trägt sie den Namen „Martha“ und mahlt mit drei Mahlwerken. Auf der 1951 gegründeten Freilichtbühne mit 700 Plätzen werden bis heute Komödien und Schwänke auf Plattdeutsch aufgeführt.
Auf 38,4 km² kommen 1.266 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 33 je Quadratkilometer. Angrenzende Postleitzahlen führen nach Neustadt am Rübenberge, Nienburg, Steimbke und Linsburg.