Über die Postleitzahl 31634
Rund zehn Kilometer von der Kreisstadt Nienburg entfernt liegt in einer Moor- und Heidelandschaft die Gemeinde Steimbke, deren Mittelpunkt der Blindesee bildet. Sie ist der namensgebende Teil der Samtgemeinde Steimbke im Landkreis Nienburg (Weser) und bildet mit ihren Ortsteilen Steimbke, Lichtenhorst, Sonnenborstel und Wendenborstel die Postleitzahl 31634.
Zahlreiche Urnenfunde belegen eine eisenzeitliche Besiedlung schon um 800 bis 700 vor Christus. Als heutiges Steimbke eindeutig zuzuordnen ist erst eine Urkunde von 1310, mit der zwei Brüder aus dem Hodenberger Adelsgeschlecht die Orte Steimbke und Glashof dem Kloster Walsrode verkauften. Durch den Bach Steinbeeke soll sich der Legende nach der Ortsname erklären. Ab 1934 veränderte der Beginn der Erdölförderung durch die Gewerkschaft Brigitta den Ort grundlegend: Es entstand eine Werkssiedlung mit großzügigen Sportanlagen, einem Flutlichtstadion sowie einem Hallen- und einem Freibad; die einst charakteristischen Ölpumpen wurden inzwischen mit dem Rückgang der Förderung abgebaut. Der Ortsteil Lichtenhorst wiederum entstand erst ab 1919 mitten im Lichtenmoor, wo 1914 zunächst ein Kriegsgefangenenlager errichtet worden war und Siedler danach das Land urbar machten.
Auf 63,1 km² zählt die Postleitzahl 2.452 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 39 je Quadratkilometer. Als Nachbarn schließen sich die Postleitzahlen von Neustadt am Rübenberge, Nienburg, Heemsen, Rodewald und Stöckse an.