Über die Postleitzahl 31737
Rinteln liegt im Weserbergland an der Weser und ist als selbständige Stadt zugleich der flächengrößte Ort im Landkreis Schaumburg; bis 1977 war sie zunächst Kreisstadt zweier Vorläuferlandkreise. Zahlreiche Ortsteile wie Exten, Deckbergen, Schaumburg oder Möllenbeck gehören zum Stadtgebiet.
Die Anfänge reichen ins späte 11. Jahrhundert zurück, mit dem 896 gegründeten Kloster Möllenbeck als frühestem Beleg der Besiedlung. Von 1619 bis 1810 unterhielt Rinteln eine eigene Universität mit vier Fakultäten und rund hundert Studenten im Schnitt. Die gut erhaltene Fachwerk-Altstadt mit Marktplatz, Stadtkirche St. Nikolai und dem Ratskeller aus der Weserrenaissance zeugt bis heute vom mittelalterlichen Stadtkern, der einst von einer Stadtmauer umschlossen war. Der Ortsteil Schaumburg verdankt seinen Namen der oberhalb gelegenen, gleichnamigen Burg auf dem Nesselberg. Seit Jahrzehnten wird auf Rintelner Gebiet Sand, Kies und Gestein abgebaut; aus einer ehemaligen Abbaufläche entstand der heute für den Campingtourismus wichtige Doktorsee.
Rinteln zählt 25.591 Einwohnerinnen und Einwohner auf 108,6 km², das sind 236 je Quadratkilometer. Die Stadt grenzt unter anderem an Auetal, Hessisch Oldendorf und, jenseits der Landesgrenze, an Porta Westfalica, Kalletal und Extertal.