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Rietberg liegt an der oberen Ems im Kreis Gütersloh und nennt sich wegen der zahlreich erhaltenen Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert im Stadtkern auch „Stadt der schönen Giebel“; 2008 richtete die Stadt die Landesgartenschau aus. Die Grafschaft Rietberg, die der Stadt und ihren heutigen Ortsteilen den Namen gab, entstand 1273 durch eine Erbteilung der Grafen von Arnsberg und blieb bis 1807 ein eigenständiges Territorium.
Der Ortsteil Mastholte hieß ursprünglich Ostholte, weil er östlich der Gründungspfarrei Liesborn lag; aus der umgangssprachlichen Form „tom Ostholte“ entwickelte sich im Lauf der Zeit der heutige Name. Neuenkirchen, 1185 als „nyen kerken“ erstmals erwähnt, war einst Sitz der Synagoge der Grafschaft und entwickelte sich im 18. Jahrhundert zu einem Handels- und Handwerksort. Auf dem Gelände eines ehemaligen Klärwerks entstand 2003 das Bibeldorf Rietberg, ein Lernort zur Welt der Bibel.
29.010 Menschen leben auf 110,0 km², was einer Dichte von 264 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Weitere Ortsteile sind Varensell, Westerwiehe, Druffel und Bokel; Nachbarn sind Delbrück, Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Verl, Langenberg und Lippstadt.