Über die Postleitzahl 33824
Am Nordsaum des Teutoburger Waldes, mitten im Ravensberger Hügelland, liegt die Stadt Werther (Westf.), die zum Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen gehört. Die Postleitzahl 33824 fasst nahezu das gesamte Stadtgebiet zusammen: den Ortskern Werther selbst sowie die Ortsteile Isingdorf, Häger, Rotenhagen, Theenhausen, Rotingdorf und Schröttinghausen. Erstmals erwähnt wird der Ort um das Jahr 1050 in einer Abschrift des Freckenhorster Heberegisters, wo ein gewisser Boso genannt wird – ob er tatsächlich ein Adeliger war, bleibt in der Überlieferung unklar.
Namensgeberin ist die Stadt für das dort entstandene Karamellbonbon Werther's Original, außerdem trägt sie wegen des hier geborenen Expressionisten Peter August Böckstiegel den Beinamen Böckstiegelstadt; sein Geburts- und späteres Wohnhaus im Ortsteil Arrode ist heute ein Museum. Die Kirche St. Jacobi mit romanischem Turm und gotischem Kirchenschiff geht im Kern auf das 14. Jahrhundert zurück. 1719 wurde Werther gemeinsam mit anderen ravensbergischen Flecken zur Stadt erhoben, was Leinenspinnerei und -weberei sowie später Fleischwarenfabriken und eine der ersten mit Dampfkraft betriebenen Molkereien Westfalens begünstigte. Der Ortsteil Häger ist neben der Kernstadt bis heute der einzige mit nennenswerter Industrie.
Auf dem Gebiet der Postleitzahl leben 10.951 Einwohnerinnen und Einwohner auf 35,3 km², das entspricht einer Dichte von 310 je Quadratkilometer. Über die Landesstraßen 782 und 785 sowie die nahe A 33 ist Werther gut angebunden, direkter Nachbar ist die Stadt Borgholzhausen mit der Postleitzahl 33829.