Über die Postleitzahl 33829
Am Übergang durch den Teutoburger Wald liegt Borgholzhausen, eine kreisangehörige Stadt des Kreises Gütersloh. Dieser Passweg trug entscheidend zur Gründung des Ortes bei. Die Postleitzahl 33829 umfasst fast die gesamte Stadt mit ihren zahlreichen Ortsteilen: Barnhausen, dem Stadtkern Borgholzhausen, Holtfeld, Berghausen, Westbarthausen, Casum und Wichlinghausen. Urnenfriedhöfe aus der jüngeren Bronzezeit in Oldendorf, Casum und im Quertal des Ortes deuten auf eine Besiedlung bereits seit etwa 1500 vor Christus hin.
Erstmals wird der Ort 1096 als „Holthus“ genannt, nach dem Bau der nahen Burg Ravensberg um 1080 entstand 1317 der Name „Borgholthusen“. Von dieser Burg, dem Stammsitz der Grafen von Ravensberg, sind heute noch der Bergfried mit seinen dreißig Zinnen sowie Mauerreste erhalten. 1719 wurde Borgholzhausen zur Stadt erhoben, was Leinenspinnerei und -weberei sowie ab 1740 die Honigkuchenbäckerei begünstigte; nach 1873 kamen Fleischwarenfabriken hinzu, 1880 entstand eine der ersten dampfbetriebenen Molkereien Westfalens. Aus einem Salzwerk des 17. Jahrhunderts ging später das bis in die 1980er Jahre betriebene Solbad Ravensberg hervor.
Zwei historische Gutsparks, an den Wasserschlössern Brincke und Holtfeld, sowie drei Naturschutzgebiete liegen auf Stadtgebiet. Im Bereich der Postleitzahl leben 8.766 Menschen auf einer Fläche von 55,8 km², das ergibt eine Dichte von 157 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Versmold, Halle (Westfalen) und die Stadt Werther mit der Postleitzahl 33824, das Kfz-Kennzeichen lautet GT.