Über die Postleitzahl 34305
Am Westhang der Langenberge, im Südosten des Naturparks Habichtswald, liegt die Kleinstadt Niedenstein, ein staatlich anerkannter Luftkurort im Schwalm-Eder-Kreis, dem fast die gesamte Postleitzahl gehört. Konrad II. von Elben gründete die Stadt im Auftrag der Herzogin Sophie von Brabant auf dem Gebiet der Urgemarkung Wichdorf; bereits 1259 wird sie als oppidum bezeichnet. Auf dem Niedensteiner Kopf stand einst die zugehörige Burg, die 1387 verwüstet und 1631 im Dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört wurde – von den einst 87 Haushalten überlebten damals nur vier Menschen und 14 Häuser.
Zur Stadt gehören neben der Kernstadt die Ortsteile Kirchberg, Metze, Wichdorf und Ermetheis. Kirchberg reicht mit einem Gräberfeld aus der Zeit um 700 und einer ersten Erwähnung 1019 in einem Corvey-Jahrbuch weit zurück; Metze wird bereits um 800 in einer Schenkung an das Kloster Fulda genannt und wurde im Dreißigjährigen Krieg 1637 wochenlang verlassen. Westlich des Rathauses steht die als Naturdenkmal ausgewiesene Niedensteiner Tanzlinde, eine historische Tanz- und Gerichtslinde; auf dem Niedensteiner Kopf erinnert der Hessenturm an die einstige Burg.
Die Postleitzahl zählt 5.412 Menschen auf 30,5 km², das entspricht 177 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarn sind Gudensberg im Süden und Bad Emstal im Westen.