Über die Postleitzahl 34560
Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis zählt zu den geschichtsträchtigsten Orten Nordhessens: Der Überlieferung nach fällte der Missionar Bonifatius hier um 723 die Donareiche, ein Heiligtum der Chatten, und markierte damit den Beginn der Christianisierung Mittel- und Norddeutschlands; 919 wurde auf dem Reichstag von Fritzlar zudem Heinrich I. zum ostfränkischen König gewählt. Seit 2001 trägt die Stadt deshalb die amtliche Zusatzbezeichnung Dom- und Kaiserstadt. Der Name geht auf die ursprüngliche Bezeichnung Friedeslar zurück, die so viel wie Ort des Friedens bedeutet.
Das Stadtbild der von einer Mauer aus dem 12. bis 14. Jahrhundert umgebenen Altstadt prägen die Stiftskirche St. Peter mit dem bedeutenden Kaiser-Heinrich-Kreuz im Dommuseum, die gotische Stadtkirche von 1244 sowie der Graue Turm. Zu den Stadtteilen zählt auch Geismar, wo Ausgrabungen eine schon um 200 v. Chr. angelegte, mehrere Jahrhunderte bewohnte Siedlung freilegten. Die fruchtbaren Böden der Fritzlarer Börde rund um Lohne, Werkel und Haddamar tragen bis heute zu den ertragreichsten Anbauflächen zwischen Eder und Ems bei; nahe Fritzlar steht mit der Firma Hengstenberg die weltgrößte Sauerkrautfabrik.
Auf 88,5 km² leben 14.252 Menschen, das entspricht 161 je Quadratkilometer. Fritzlar grenzt an Bad Wildungen und Edertal im Westen sowie an Borken, Felsberg und Wabern im Süden und Osten.