Über die Postleitzahl 34454
Über zweieinhalb Jahrhunderte, von 1655 bis 1918, diente Bad Arolsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg den Grafen und Fürsten von Waldeck-Pyrmont als Residenz, danach war es bis 1929 Hauptstadt des Freistaats Waldeck, ehe dieser mit dem Anschluss an Preußen seine Eigenständigkeit aufgab. Namensgebend für die PLZ 34454 ist diese Kleinstadt, zu der neben der Kernstadt unter anderem die einstigen Städte Mengeringhausen und Landau sowie die Orte Helsen, Schmillinghausen und Wetterburg zählen.
Geprägt ist Bad Arolsen von seinem barocken Stadtgrundriss nahe dem Schloss mit einem für die Zeit typischen Schachbrettmuster der Straßen. Der Ortsname ist erstmals 1131 mit der Gründung des Augustinerinnenstifts Aroldessen belegt. Mengeringhausen erhielt schon 1234 unter dem Namen „Mengrinchugen“ wohl bereits Stadtrechte und war von 1689 bis 1728 Sitz der ersten Waldecker Landkanzlei; 1500 wurde Ort und Burg im Zuge einer Fehde von Rabe von Canstein geplündert. Landau wiederum ließ Graf Otto I. von Waldeck im 13. Jahrhundert als befestigte Stadt anlegen; schon 1294 erhielt der Ort die Stadtrechte, blieb aber stets von der Größe eines großen Dorfes. Der Stadtteil Neu-Berich schließlich ist verhältnismäßig jung: Er wurde 1912 für Familien gegründet, deren Dorf Berich im entstehenden Edersee versinken sollte.
Auf 126,0 km² zählt die PLZ 34454 15.863 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 126 je Quadratkilometer. Bad Arolsen liegt an der Bahnstrecke Kassel–Korbach und grenzt an Marsberg, Wolfhagen und Diemelstadt.