Über die Postleitzahl 34519
Die Gemeinde Diemelsee im Waldeckschen Upland ist Hessens flächengrößte Gemeinde ohne Stadtrecht. Sie entstand 1971 durch den freiwilligen Zusammenschluss von dreizehn zuvor selbständigen Dörfern und ist nach dem Stausee der Diemeltalsperre benannt, der in der Umgebung als Diemelsee bezeichnet wird. Verwaltungssitz ist der Ortsteil Adorf, der wie Wirmighausen, Rhenegge und Vasbeck auf eine über 900-jährige Ortsgeschichte zurückblickt; Flechtdorf, der älteste Ortsteil, wird bereits in Urkunden des Klosters Corvey aus den 830er Jahren erwähnt und war Sitz eines eigenen Klosters.
Fast alle Ortsteile liegen im touristisch erschlossenen Naturpark Diemelsee, der ein weites Stück des Uplands zwischen zwei Bächen umfasst. Sehenswert sind mehrere Wehrkirchen mit sakralen Kunstwerken in Adorf, Heringhausen und Schweinsbühl sowie die romanische Klosterkirche in Flechtdorf. Die Einwohner sind vor allem in Landwirtschaft, Handwerk und Tourismus tätig; bis 2021 war in Flechtdorf über sechs Jahrzehnte der Landmaschinenhersteller Weidemann ansässig.
4.413 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 121,1 km², das entspricht einer Dichte von 36 je Quadratkilometer. Diemelsee grenzt an Korbach und Willingen sowie, jenseits der Landesgrenze, an Marsberg und Brilon in Nordrhein-Westfalen.