Über die Postleitzahl 34630
Gilserberg ist die westlichste Gemeinde des Schwalm-Eder-Kreises und liegt auf dem Gilserberger Hochland an der Rhein-Weser-Wasserscheide, einem kulturellen Grenzgebiet zwischen Schwalm, Lahn und Eder, in dem sich nie eine einheitliche Tracht herausbildete. Die südwestlichen Ortsteile Lischeid, Winterscheid und Heimbach entwässern zur Wohra und liegen damit als einzige Orte des Kreises im Einzugsgebiet des Rheins. Die elf Ortsteile schlossen sich zwischen 1971 und 1974 in mehreren Schritten zur heutigen Gemeinde zusammen.
In Schönstein erinnert der Ortsname an die Rommershäuser Hütte, die vom 16. bis ins 19. Jahrhundert ein Zentrum der Eisenverarbeitung in der Landgrafschaft Hessen war. Durch Moischeid führte einst die 1911 eröffnete und 1972 stillgelegte Kellerwaldbahn, während in Schönau am „Schönauer Tag“ 1855 eine Windhose 45 der damals 47 Gebäude zerstörte oder beschädigte. In Sebbeterode, dem flächengrößten Dorf der Gemeinde, vernichtete 1728 ein Brand weite Teile von Ort und Kirche.
Auf 61,3 km² kommen 2.903 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 47 je Quadratkilometer. Gilserberg grenzt an Schwalmstadt und Jesberg im Osten sowie an Haina, Stadtallendorf, Neustadt, Rauschenberg, Gemünden und Wohratal im Westen und Süden.