Über die Postleitzahl 34613
Schwalmstadt im Schwalmbecken am Westrand des Knüllgebirges ist die einwohnerstärkste Gemeinde des Schwalm-Eder-Kreises und entstand 1970, als die beiden Städte Treysa und Ziegenhain mit umliegenden Dörfern zusammengelegt wurden; die Stadtverwaltung teilt sich bis heute auf die Rathäuser beider ehemaliger Städte auf. Seit 2017 trägt Schwalmstadt die amtliche Zusatzbezeichnung Konfirmationsstadt, weil 1538 in Ziegenhain die Kirchenzuchtordnung verabschiedet wurde, die bis heute Inhalte und Ritual der Konfirmation prägt. Im August 1945 fanden in Treysa zudem die Gründungsverhandlungen der Evangelischen Kirche in Deutschland statt.
Beide historischen Altstädte sind reich an Fachwerk: In Treysa erinnern die Totenkirche mit ihrem Buttermilchturm und der Hexenturm an die mittelalterliche Stadtbefestigung, in Ziegenhain ließ Landgraf Philipp I. die Burg zwischen 1537 und 1548 zur Wasserfestung ausbauen, die heute die Justizvollzugsanstalt Schwalmstadt beherbergt. Der Stadtteil Trutzhain entstand 1948 aus einem ehemaligen Kriegsgefangenenlager als Flüchtlingssiedlung und wurde 1951 zur jüngsten hessischen Gemeinde, bevor er 1970 nach Schwalmstadt eingemeindet wurde.
18.016 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 84,5 km², das ergibt 213 je Quadratkilometer. Schwalmstadt grenzt an Neuental und Frielendorf im Norden sowie an Willingshausen, Gilserberg und Jesberg im Süden.