Über die Postleitzahl 35043
Südlich und südwestlich der Marburger Kernstadt liegen die Stadtteile Cappel, Bauerbach, Ginseldorf, Schröck, Moischt, Cyriaxweimar, Ronhausen und Bortshausen, die gemeinsam die Postleitzahl 35043 bilden – flächenmäßig die größte der Marburger Postleitzahlen.
Cappel, erstmals 1138 oder 1139 als „de Capela“ in einer Urkunde für das Kloster Siegburg genannt, war wie Ockershausen, Marbach und Wehrda ein Hausdorf der Landgrafen und besitzt mit der spätgotischen Pfarrkirche St. Martin aus dem 14. Jahrhundert und der bis 1299 zurückverfolgbaren Steinmühle zwei alte Wahrzeichen. Bauerbach ist unter dem Namen Burenbach schon 1133 belegt und damit sogar älter als die erste schriftliche Erwähnung Marburgs selbst. Ginseldorf wurde 1253 als Gunzellendorf erstmals genannt und beging demzufolge 2003 sein 750-jähriges Bestehen; nach kurzer protestantischer Phase wurde es bereits 1595 wieder katholisch. Bortshausen, einer der kleinsten Marburger Stadtteile, besitzt eine spätromanische Chorturmkirche aus dem 13./14. Jahrhundert, deren Fachwerkgeschoss von 1432 bis heute erhalten ist, während das ähnlich kleine Ronhausen erstmals 1290 als Roinhusen urkundlich erscheint.
Auf 53,0 km² leben in der Postleitzahl 35043 12.948 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 244 je Quadratkilometer. Nachbarn sind die übrigen Marburger Postleitzahlen sowie Ebsdorfergrund, Weimar (Lahn) und Kirchhain.