Über die Postleitzahl 36457
Zwei Kilometer südlich von Stadtlengsfeld, am Rand der thüringischen Rhön, liegt die kleine Gemeinde Weilar. Erstmals 1153 als „Wyler“ urkundlich erwähnt, wechselte der Ort im Mittelalter zwischen dem Kloster Hersfeld und dem Kloster Fulda, ehe 1498 die Familie von Boineburg als Lehnsherren genannt wird, unter denen Weilar zur Herrschaft Lengsfeld gehörte. Ein kleiner Teil der Postleitzahl reicht in die Nachbargemeinde Dermbach hinein, die zugleich die erfüllende Gemeinde für Weilar ist.
An der Stelle der einstigen Burg wurde im 18. Jahrhundert das heutige Schloss Weilar errichtet, in dessen Mauerwerk noch Reste der Vorgängeranlage stecken. Zwischen 1663 und 1713 gerieten neun Menschen aus Weilar in Hexenprozesse, vier von ihnen wurden hingerichtet. Bis in die 1990er Jahre besaß der Ort einen Haltepunkt an der Feldabahn zwischen Dorndorf und Kaltennordheim, deren Gleise 2008 abgebaut wurden. Die Felda durchfließt das Dorf.
Auf 14,4 km² zählt Weilar 818 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 57 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Vacha, Bad Salzungen und Dermbach.