Über die Postleitzahl 36466
Die Postleitzahl 36466 liegt im Wartburgkreis in der Thüringer Rhön und umfasst zum größten Teil die Gemeinde Dermbach, die zugleich erfüllende Gemeinde für die kleinere Nachbargemeinde Wiesenthal ist, sowie Wiesenthal selbst. Die flächengrößten Ortsteile sind Stadtlengsfeld, Urnshausen und Brunnhartshausen.
Dermbach wird 1145 als „Tirmbach“ erstmals urkundlich fassbar. Die Gerichtsbarkeit lag zunächst bei den Herren von Frankenstein, ehe sie 1317 an das Kloster Fulda überging, das 1326 den ganzen Ort erwarb; später hatten die Fuldaer Fürstäbte ihren Amtssitz in einem 1706 erbauten Schloss vor Ort. Der Wiener Kongress brachte den Ort 1815 an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach; ab 1850 war Dermbach Sitz einer Bezirksdirektion für mehrere umliegende Amtsbezirke, ehe er über den Landkreis Eisenach und den Kreis Bad Salzungen 1994 zum heutigen Wartburgkreis kam.
Über Jahrhunderte war Dermbach vom Textilgewerbe geprägt; ab 1856 richtete der Ruhlaer Unternehmer Leo Ziegler eine Werkstatt für Korkstöpsel ein, die schon 1860 jährlich rund 50 Millionen Stück fertigte. Im Naturschutzgebiet Ibengarten steht der älteste Eibenbestand Deutschlands, 600 bis 800 Jahre alt. Wiesenthal, 795 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda erstmals genannt, hat mit der „Wiesenthaler Schweiz“ ein eigenes Naturschutzgebiet mit einem ausgedehnten Wacholderhang.
Auf 105,3 km² leben 7.790 Einwohnerinnen und Einwohner, 74 je Quadratkilometer. Nachbarorte liegen unter anderem in Kaltennordheim, Weilar und Geisa.