Über die Postleitzahl 37199
Wulften am Harz, seit 1972 Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Hattorf, deckt im Landkreis Göttingen fast die gesamte PLZ 37199 ab. Der Ort liegt am nordwestlichen Ende des Rotenbergs, wo die Oder in Ost-West-Richtung hindurchfließt, und die PLZ zählt flächenmäßig zu den kleineren der Region.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 889, als der ostfränkische König Arnulf von Kärnten einen Gaugrafen mit den Orten Kalefeld und Wulften belehnte; der Name wandelte sich seitdem von „Wolfenni“ über „Uolftune“ bis zur heutigen Form. Ab 1567 gehörte Wulften zum welfischen Fürstentum Grubenhagen, 1590/91 wurde mit der kirchlichen Eingliederung ins Amt Herzberg zugleich die lutherische Reformation eingeführt. 1626, einen Tag bevor bei Lutter am Barenberge eine der großen Schlachten des Dreißigjährigen Krieges geschlagen wurde, überquerte der kaiserliche Feldherr Tilly bei Wulften die Oder; der Ort selbst wurde in diesem Krieg mehrfach geplündert. 1868 erhielt Wulften mit der Südharzstrecke Northeim–Herzberg Bahnanschluss, die 1889 eröffnete Strecke nach Duderstadt ist seit 1995 stillgelegt. Bis heute haben zwei überregional tätige Unternehmen ihren Sitz im Ort: der Reifenhändler Ehrhardt, seit 2016 Teil der Pneuhage-Gruppe, und das Bauunternehmen Gropengießer mit eigenen Kieswerken.
Auf der Fläche von 12,3 km² leben 1.800 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 147 je km². Die nächstgelegenen Städte sind Osterode am Harz, Herzberg am Harz und, mit gut 30 Kilometern, Göttingen; nördlich grenzt mit der PLZ 37191 die Gemeinde Katlenburg-Lindau an.