Über die Postleitzahl 37699
Fürstenberg liegt auf einem Berg über der Weser am Westrand des Sollings im Landkreis Holzminden und bildet zusammen mit einem kleinen Randstreifen des gemeindefreien Gebiets Boffzen die Postleitzahl 37699. Verwaltungstechnisch gehört der staatlich anerkannte Ausflugsort seit 1973 zur Samtgemeinde Boffzen.
Den Namen des Ortes, in alten Urkunden unter anderem als Vorstenberch oder Forstinberg überliefert, deutet man meist als Zusammensetzung mit „Fürst“, möglich wäre aber auch das Wort „First“ im Sinne von Giebel oder oberer Kante. Bekannt ist Fürstenberg vor allem durch seine 1747 auf Anordnung Herzog Carls I. gegründete Porzellanmanufaktur, die drittälteste in Deutschland noch bestehende ihrer Art; das Renaissanceschloss, einst Teil der Fabrik, beherbergt heute ein Porzellanmuseum. Auf dem Hussmannplatz steht ein Bronzepferd, das während der Berliner Luftbrücke zerlegt und ausgeflogen wurde. Am 8. April 1945 überquerte eine US-Infanteriedivision hier die Weser, und während des Kalten Krieges bestand zwischen Fürstenberg und Boffzen bis 1994 ein Munitions- und Treibstoffdepot der NATO.
Auf 3,3 km² leben 1.012 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 310 je Quadratkilometer entspricht.
Die Nachbarschaft reicht über Beverungen bis zu Boffzen und Derental.