Über die Postleitzahl 38539
Müden (Aller) liegt am Südrand der Lüneburger Heide, an der westlichen Kreisgrenze zu Celle, und gehört zur Samtgemeinde Meinersen im Landkreis Gifhorn. Zur Gemeinde und zur Postleitzahl zählen neben dem Kernort die Ortsteile Ettenbüttel, Dieckhorst, Flettmar und Hahnenhorn sowie die kleineren Orte Gerstenbüttel und Gilde.
Die älteste urkundliche Erwähnung reicht bis 1022 zurück, als der Hildesheimer Bischof Bernward den Ort in einer Schenkung an sein Kloster als „Mutha“ auflistete – ein Name, der auf die altsächsische Bezeichnung für Mündung zurückgeht und auf den bis heute hier gelegenen Zusammenfluss von Oker und Aller verweist. Die St.-Petri-Kirche zählt zu den ältesten Kirchen der Umgebung und ist bereits 1295 urkundlich belegt; ihr gotischer Chor und die Wandmalereien entstanden zwischen 1400 und 1480, der Kirchturm kam erst 1767 hinzu. Kurz vor der Mündung der Oker liegt eine Wehranlage mit Fischtreppe. Im Ortsteil Dieckhorst erinnert ein noch heute rund zwei Meter erhöhter, von einem Allerarm umflossener Burgplatz an ein 1433 erstmals erwähntes Schloss, auf dem bis 1844 die Herren von Marenholtz saßen.
Auf 66,5 km² leben 5.173 Menschen, das sind 78 je Quadratkilometer.
Nachbarorte sind unter anderem Gifhorn, Meinersen und Leiferde.