Über die Postleitzahl 39130
Im Nordwesten von Magdeburg, der kreisfreien Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, liegt die Postleitzahl 39130 mit den Stadtteilen Alt Olvenstedt, Neu Olvenstedt und Großer Silberberg. Sie deckt fast die gesamte Fläche dieses Gebiets ab, macht aber nur einen kleinen Teil der vierzehn Magdeburger Postleitzahlen aus.
Der Ortsname Alt Olvenstedt taucht erstmals 826 auf, als das Dorf dem Kloster Corvey gehörte; wenig später ging der Zehnt an ein Magdeburger Kloster über, und bis ins 19. Jahrhundert war das Magdeburger Domkapitel Grundherr. Funde deuten auf eine Besiedlung schon in der Jungsteinzeit hin, und dank des fruchtbaren Bördebodens wuchs der Ort im Mittelalter zu einem der größten Dörfer der Umgebung heran, mit zwei Kirchen und, laut einer Zählung von 1563, neunzig Hausbesitzern. Steinbrüche am Ortsrand lieferten unter anderem Material für die Domtürme in Magdeburg, bevor der Dreißigjährige Krieg den Ort 1644/45 fast vollständig zerstörte.
Neu Olvenstedt entstand dagegen erst ab 1980 als geplantes Neubaugebiet der DDR, ein Experimentalwohngebiet, das erst zur Wendezeit vollständig fertig wurde; später baute die Stadt im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost mehrere tausend leerstehende Wohnungen zurück. Großer Silberberg wiederum gilt erst seit 1992 als eigener Stadtteil, ist größtenteils unbebaut und hat keine wohnhafte Bevölkerung; zwei Hügelgräber dort werden auf ein Alter von 5000 bis 6000 Jahren geschätzt, heute prägen ein Einkaufszentrum und ein Gewerbegebiet das Bild.
Auf 8,2 km² kommen in der Postleitzahl 39130 15.449 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 1.874 je Quadratkilometer. Angrenzend liegen weitere Magdeburger Stadtteile sowie die Gemeinden Hohe Börde und Barleben.