Über die Postleitzahl 39164
Wanzleben-Börde liegt südwestlich von Magdeburg im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt und deckt mit dieser Postleitzahl praktisch die gesamte Stadt ab, die 2010 aus dem namensgebenden Wanzleben und neun umliegenden Dörfern entstand, darunter Seehausen, Groß Rodensleben, Hohendodeleben und Domersleben.
Erstmals urkundlich fassbar ist der Ort 889, als der ostfränkische König Arnolf ein für das Kloster Gandersheim bestimmtes Gut hier verschenkte; 1376 verlieh der Magdeburger Erzbischof Peter dem Ort das Stadtrecht. Von der einstigen Stadtmauer mit vier Toren sind noch Reste erhalten, ebenso die 1438 errichteten Wachtürme „Blaue Warte“ und „Weiße Warte“. Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichte der hier entwickelte Wanzleber Pflug das für den Zuckerrübenanbau nötige tiefe Pflügen.
Bereits 1836 entstand im Ortsteil Seehausen eine der ersten Zuckerfabriken Deutschlands; der schon 966 erstmals erwähnte Ort galt bereits 1197 als Stadt, schrumpfte später zu einem bloßen Flecken und erhielt erst 1695 endgültig das Stadtrecht. Hohendodeleben zählt mit einer Ersterwähnung von 937 zu den ältesten Dörfern der Börde und war im 14. Jahrhundert von einer Mauer mit vier benannten Toren umgeben.
Auf 187,6 km² zählt Wanzleben-Börde 13.898 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 74 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Magdeburg, Hohe Börde, Sülzetal und Oschersleben.