Über die Postleitzahl 39264
Die Postleitzahl 39264 gehört zu den flächengrößten in Sachsen-Anhalt und umfasst den ländlichen Norden und Osten der Stadt Zerbst/Anhalt in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Jerichower Land, dazu einen kleinen Ausläufer der Stadt Gommern. Namensgebend sind die Ortsteile Güterglück, Lindau und Deetz, insgesamt zählt das Gebiet aber weit über zwanzig Dörfer.
Die Burg Lindau wird 1179 erstmals als Sitz des Evererus von Lindau erwähnt und diente in Kriegszeiten wiederholt als Zuflucht; ihr Turm wurde 1863 im Zuge der askanischen Restauration erneuert. Nedlitz, im Vierländereck zwischen Erzstift Magdeburg, Anhalt, der Mittelmark und Sachsen gelegen, wechselte im Mittelalter mehrfach zwischen Wüstung und Wiederbesiedlung. Güterglück verdankt seinen Aufschwung dem Kreuzungspunkt zweier Bahnstrecken, darunter der sogenannten Kanonenbahn Berlin–Blankenheim. In Steckby, heute Teil des Ortsteils Steutz, steht mit der Nicolaikirche aus dem 13. Jahrhundert die erste Radfahrerkirche Anhalts, und bei Bärenthoren pflegt eine 1884 begründete Kiefernwirtschaft bis heute ein großes Waldkulturdenkmal.
Auf der genannten Fläche leben 8.878 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 19 Einwohnern je Quadratkilometer. Durch Hohenleptes Ortsteil Tochheim verkehrt mit der Fähre Breitenhagen eine der letzten Gierseilfähren über die Elbe, und in Güterglück sowie im nahen Zerbst bestehen Bahnanschlüsse Richtung Magdeburg und Dessau-Roßlau.