Über die Postleitzahl 39279
Im Westfläming, östlich von Magdeburg, liegt die weiträumige Postleitzahl 39279 mit der Stadt Loburg, einem Ortsteil der Stadt Möckern, sowie Leitzkau, einem Ortsteil der Stadt Gommern. Hinzu kommen zahlreiche kleinere Dörfer wie Schweinitz, Rosian, Zeppernick, Kalitz, Klepps und Ladeburg.
Loburg geht auf eine slawische Wallburg im Gau Moresceni zurück und wurde 965 als „civitas Luborn“ erstmals urkundlich erwähnt; nachdem die Burg 983 im Slawenaufstand zerstört worden war, entstand zwischen 1162 und 1200 eine neue Anlage, aus deren Umfeld 1207 die Stadt Loburg mit Stadtrecht hervorging. In Leitzkau versammelten sich zwischen 995 und 1029 gleich mehrere deutsche Könige zu Feldzügen gegen die ostelbischen Slawen und Polen, bevor sich dort nach 1138 ein Prämonstratenserstift ansiedelte; nach dessen Säkularisation 1535 baute die Familie von Münchhausen die Klostergebäude zum heutigen Schloss Leitzkau um. Die St.-Petri-Kirche in Leitzkau von 1114 gilt als älteste bekannte Steinkirche östlich der Elbe. In den umliegenden Dörfern erinnern romanische Feldsteinkirchen wie in Schweinitz, der sogenannten Heidereiterkirche, an die frühe deutsche Besiedlung nach der slawischen Zeit.
Auf der ausgedehnten Fläche von 212,0 km² leben 4.710 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 22 Einwohnern je Quadratkilometer. Ein großes Kiefernwaldgebiet prägt den Osten der Region um Möckern und Loburg, und die Landesstraße 55 durchquert das Gebiet in Nord-Süd-Richtung.