Über die Postleitzahl 39343
Westlich von Haldensleben erstreckt sich die weiträumige Postleitzahl 39343 über Teile mehrerer Gemeinden des Landkreises Börde: Erxleben, Altenhausen, Ingersleben, Hohe Börde, Westheide, Beendorf sowie Ortsteile der Stadt Haldensleben selbst, darunter Bebertal, Nordgermersleben und Süplingen.
Erxleben wurde bereits 958 urkundlich erwähnt und war von etwa 1270 bis 1945 Sitz der Familie von Alvensleben, deren Schloss bis heute den Ort prägt. 1812 ging bei Erxleben ein mehrere Kilogramm schwerer Meteorit nieder, dessen größtes Bruchstück heute an der Universität Göttingen liegt. Im Ortsteil Bartensleben entstand aus einer mittelalterlichen Wasserburg das Schloss Bartensleben, Stammsitz der gleichnamigen Familie, wo 1563 durch Hans von Veltheim die Reformation eingeführt wurde. Bebertal zählt mit 43 nachgewiesenen Großsteingräbern, darunter das sogenannte Königsgrab, zu den am längsten besiedelten Gebieten der Region, während in Emden Hünengräber und ein Hockergrab eine Besiedlung vor mehr als 5000 Jahren belegen. Im heutigen Ortsteil Süplingen richtete die Gestapo im Zweiten Weltkrieg im dortigen Steinbruch ein Arbeitserziehungslager ein, in dem mindestens zwei Dutzend Häftlinge ums Leben kamen.
Auf der weiten Fläche der PLZ 39343 leben 13.922 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt bei 311,9 km² eine Dichte von 45 Einwohnern je Quadratkilometer. Die Bundesautobahn 2 und die Bundesstraße 1 durchqueren den Süden der Region bei Erxleben, während die Bundesstraße 245 durch Hakenstedt nach Haldensleben und Halberstadt führt.