Über die Postleitzahl 41468
Am Rhein, gegenüber von Düsseldorf, liegen die Neusser Stadtteile Uedesheim, Grimlinghausen und Gnadental, aus denen sich die Postleitzahl 41468 zusammensetzt. Uedesheim geht auf eine römische Villa und eine Römerstraße zurück, die urkundliche Ersterwähnung stammt aus dem Jahr 1188. Die Äbtissin des Neusser Quirinusstiftes besaß hier seit dieser Zeit einen Hof, der im Truchsessischen Krieg zerstört und später mehrfach durch Brände heimgesucht wurde – zuletzt die Kirche 1783.
Grimlinghausen, im Volksmund auch Hippelank genannt, entstand aus der mittelalterlichen Ortschaft Quinheim, die nach einer Rheinbettverlagerung im Rhein verschwand; Grimlinghausen übernahm daraufhin deren Funktion. Der Beiname geht auf die früher verbreitete Ziegenhaltung zurück, dazu kamen Fischerei und Gemüseanbau für die Märkte am Niederrhein. Gnadental wiederum reicht bis zum römischen Legionslager Novaesium zurück, das um 16 vor Christus an der Heerstraße zwischen Köln und Xanten entstand; um 1250 gründeten Zisterzienserinnen dort ein Kloster, aus dem nach der napoleonischen Säkularisation 1802 das Gut Gnadental wurde. Nach Zerstörungen durch amerikanische Luftangriffe 1945 wurden die Gebäudereste ab 1996 zur Tagungsstätte umgebaut, und der Sporthafen Grimlinghausen liegt trotz seines Namens auf Gnadentaler Gebiet.
Zusammen zählt dieser Teil von Neuss 17.466 Einwohnerinnen und Einwohner auf 18,0 km², das entspricht 970 je Quadratkilometer. Über Neuss hinaus grenzen mit 40221 und 40223 auch Düsseldorfer Postleitzahlen an.