Über die Postleitzahl 41472
Im Westen von Neuss liegen Holzheim, Grefrath sowie der Bezirk Speck/Wehl/Helpenstein, die zusammen den größten Teil der Postleitzahl 41472 ausmachen, dazu ein kleiner Zipfel von Westfeld. Holzheim blickt auf über 1200 Jahre zurück: Bereits am 2. Mai 801 verkaufte ein gewisser Betto dem Abt Liudger von Werden seinen Hof bei „Holtheim“. Die katholische Pfarrei St. Martinus wurde 1320 erstmals erwähnt, und 1935 wurde die Gemeinde Grefrath nach Holzheim eingemeindet. Wo einst eine NATO-Raketenstation stand, befindet sich heute die Langen Foundation, unweit davon die Museumsinsel Hombroich.
Grefrath selbst wurde 1250 als „Greverode“, also Grafenrodung, erstmals genannt; eine Römerstraße von Neuss nach Aachen führte einst daran vorbei. Die katholische Pfarrkirche ist seit 1299 belegt, wurde jedoch im Dreißigjährigen Krieg von hessisch-weimarischen Truppen zerstört und blieb zwischen 1642 und 1657 eine Ruine. Der Bezirk Speck/Wehl/Helpenstein reicht ebenfalls weit zurück: Wehl ist seit 817 schriftlich erwähnt, Helpenstein seit 1148 als „Harpern“ – hier bestand einst die Herrschaft Helpenstein, die zeitweise weder Köln noch sonst jemandem untertan war. In der Nähe lag die Richtstätte „Auf den Stöcken“, an der 1629 dreizehn Frauen als Hexen hingerichtet wurden.
Zusammen zählt dieser Teil von Neuss 12.037 Einwohnerinnen und Einwohner auf 19,1 km², das entspricht 630 je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen reichen bis nach Korschenbroich und Grevenbroich.