Über die Postleitzahl 41564
Fast die gesamte Stadt Kaarst im Rhein-Kreis Neuss trägt die Postleitzahl 41564, aufgeteilt zwischen dem Ortsteil Büttgen und der Kaarster Kernstadt. Als in den Jahren 1958 und 1969 für die beiden Autobahnen Kies gefördert wurde, kamen dabei 32 fränkische Gräber aus dem 6. bis 8. Jahrhundert zutage, mit Waffen, Schmuck und sogar einer Goldmünze. Büttgen selbst ist bereits 793 unter dem Namen Budica urkundlich erwähnt und war die Heimat des 1591 dort geborenen Jan von Werth, der im Dreißigjährigen Krieg als Reitergeneral berühmt wurde, auch wenn er den Großteil seines Lebens fern von Büttgen verbrachte.
Als Wahrzeichen sind bis heute der Tuppenhof in Vorst erhalten, ein 1684 errichteter Bauernhof, der nach dem Tod des letzten Landwirts 1983 restauriert wurde und seit 1999 als Museum für bäuerliche Geschichte dient, sowie die Braunsmühle in Büttgen, eine 1756 errichtete steinerne Windmühle, die nach jahrzehntelangem Verfall zwischen 2002 und 2005 wieder funktionsfähig gemacht wurde. Auch die romanischen Gotteshäuser Alt St. Martinus in der Kernstadt und St. Aldegundis in Büttgen gehören zu den älteren Bauwerken. Ein Relikt aus der französischen Zeit ist der 1806 gebaute Nordkanal.
Auf 37,2 km² zählt dieser Teil von Kaarst 43.217 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 1.160 je Quadratkilometer. Kaarst liegt am Autobahnkreuz der A 52 und A 57, das zwischen 1968 und 1970 gebaut wurde; benachbarte Postleitzahlen reichen bis nach Meerbusch, Korschenbroich und Willich.