Über die Postleitzahl 41749
Der Viersener Stadtbezirk Süchteln, eine der drei einst selbständigen Städte, aus denen Viersen 1970 zusammenwuchs, bildet den Kern der Postleitzahl 41749. Die alte Weberstadt ist erstmals 1116 in den Büchern der Kölner Abtei St. Pantaleon erwähnt; die Mitte bildet bis heute die 1856 erbaute katholische Pfarrkirche St. Clemens mit ihrem 73 Meter hohen Turm aus dem Jahr 1481. Der Name Süchteln und der nahe Heiligenberg sollen Spuren der keltischen Menapier tragen – der Chronist Hugo Doergens sah im Heiligenberg einen Hinweis auf die vorchristliche Verehrung einer Göttin namens Heel.
Zum Bezirk gehören auch die Orte Hagen, Sittard und Vorst. Hagen war bis 1969 Teil der Gemeinde Oedt und wechselte erst mit der Umgemeindung 1970 zu Viersen; als altes kurkölnisches Grenzgebiet stehen hier noch heute Grenzsteine aus dem 18. Jahrhundert, die einst die Grenze zum Herzogtum Jülich markierten. Sittard ist landwirtschaftlich geprägt und liegt zwischen den Süchtelner Höhen im Westen und dem Niersbruch im Osten; durch den Ort verlief einst die Bahnstrecke des „Schluffs“, deren Trasse heute als internationale Radwanderroute entlang des Nordkanals genutzt wird. Vorst schließlich ist ein kleiner Ortsteil mit eigener St.-Franziskus-Kirche und eigenem Schützenverein.
Auf 28,0 km² zählt dieser Teil von Viersen 15.900 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 568 je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen reichen bis nach Nettetal, Tönisvorst, Grefrath und Willich.