Über die Postleitzahl 41812
Erkelenz liegt am Nordrand der Kölner Bucht, etwa 15 Kilometer südwestlich von Mönchengladbach, und deckt mit seinen zahlreichen Ortsteilen fast die gesamte Postleitzahl 41812 ab. Nahe Kückhoven entdeckte man 1990 einen Holzbrunnen aus der Zeit um 5100 vor Christus, der einst zu einer bandkeramischen Siedlung gehört haben dürfte und heute als eines der ältesten erhaltenen Holzbauwerke weltweit gilt. In der Innenstadt selbst fand man frühfränkische Urnengräber aus der Zeit zwischen 300 und 500 sowie 1906 in Kleinbouslar eine römische Jupitersäule vom Anfang des 3. Jahrhunderts.
Seit 2006 verändert der Braunkohletagebau Garzweiler II das östliche Stadtgebiet grundlegend: Die Dörfer Pesch, Borschemich und Immerath mussten dem Tagebau weichen und wurden an anderer Stelle neu aufgebaut, während für Alt-Keyenberg und Alt-Kuckum der Abriss nach der Entscheidung, ab 2030 keine Braunkohle mehr für die Stromerzeugung zu nutzen, inzwischen wieder zurückgenommen wurde. Insgesamt mussten Menschen aus zehn Ortschaften umgesiedelt werden. Deutlich älter ist die Geschichte von Gerderath, hinter der Kernstadt die zweitgrößte Ortschaft im Stadtgebiet und bis 1972 eine eigenständige Gemeinde, sowie von Bellinghoven, das vermutlich zur Zeit der Spätmerowinger oder Frühkarolinger gegründet und 1309 erstmals schriftlich erwähnt wurde.
Auf 116,9 km² zählt Erkelenz 44.076 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 377 je Quadratkilometer. Die Erkelenzer Mundart gehört zum Niederfränkischen und hat die hochdeutsche Lautverschiebung nicht mitgemacht; benachbart liegen Postleitzahlen von Mönchengladbach, Jüchen, Hückelhoven, Wegberg und Wassenberg.