Über die Postleitzahl 42555
Langenberg bildet als eigener Stadtbezirk die gesamte Postleitzahl 42555 im äußersten Norden Velberts, an der Grenze zu Essen und Hattingen.
Der Ort wurde 1220 als „Langenberge“ erstmals als Hof der Herrschaft Hardenberg erwähnt, und schon 1265 erhielt die dortige Kirche einen eigenen Pfarrverweser. Für Landwirtschaft bot das enge Tal wenig Raum, doch die Lage am Deilbach machte Langenberg zu einem Handelsplatz, an dem Kaufleute schon ab dem 14. Jahrhundert mit Leinen handelten und im 17. Jahrhundert zudem auf den Handelsmessen in Frankfurt, Leipzig sowie Hamburg auftraten. 1711 stiftete der wohlhabende, gebürtige Langenberger Jürgen Dahlmann das Geld für eine Lateinschule, aus der das heutige Gymnasium Langenberg hervorging.
Die Wasserkraft von Deilbach und Hardenberger Bach trieb neben Schleifkotten und Kupferhämmern auch Mühlen sowie eine der größten Papierfabriken Deutschlands an. Zur eigentlichen Blüte verhalf dem Ort ab dem 18. Jahrhundert jedoch die im Verlagssystem organisierte Seidenindustrie, für die zahllose Hausweber im Umkreis seidene Stoffe und Bänder herstellten.
Am Rand des Stadtbezirks liegt der isolierte Ortsteil Nierenhof, durch den historisch die Grenze zwischen Rheinland und Westfalen verlief: Der Dorfkern lag auf westfälischer, der Bahnhof auf der anderen Bachseite auf rheinischer Seite.
Auf 20,8 km² kommen 15.206 Einwohnerinnen und Einwohner, rechnerisch 729 je Quadratkilometer.