Über die Postleitzahl 44577
Der Osten und Südosten von Castrop-Rauxel im Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen, gliedert sich in dieser Postleitzahl in mehrere Stadtteile mit sehr unterschiedlichem Charakter: Deininghausen, Frohlinde, Schwerin, Dingen und Merklinde sowie Teile von Henrichenburg-Ost, Ickern Süd und Rauxel-Süd.
Deininghausen, urkundlich schon 1150 als „Denichusen“ erwähnt, war lange eine kleine Bauerschaft mit Einzelhöfen, ehe zwischen 1965 und 1969 eine große neue Wohnsiedlung entstand, die vor allem junge Familien anzog. Weil Wohnungsgesellschaften die Bausubstanz später vernachlässigten, nahm die Stadt den Stadtteil ab 2005 in ein Förderprogramm für benachteiligte Quartiere auf. Frohlinde, 1159 als „Vrolinne“ erstmals genannt, war eine typische westfälische Bauerschaft mit Höfen und einer Getreidemühle; ein eigentlicher Ortskern entstand nie, obwohl sich zeitweise kleine Läden und Gaststätten ansiedelten. Schwerin hieß ursprünglich Westhofen und wuchs nach der Errichtung der Zeche Graf Schwerin 1878 zu einem Ort mit Marktplatz heran, bevor er 1936 umbenannt wurde; nach 1945 prägten Schlesier aus dem Kreis Neurode den Stadtteil so stark, dass der neue Marktplatz Neuroder Platz genannt wurde. In Dingen, historisch zur Grafschaft Mark gehörig, wurde von 1908 bis 1967 über einen Schacht der Zeche Graf Schwerin Steinkohle gefördert.
Die Fläche dieser Postleitzahl beträgt 16,2 km², auf der 16.328 Einwohnerinnen und Einwohner leben, das ergibt eine Dichte von 1.008 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen liegen sowohl in Dortmund als auch, mit 44579 und 44581, im übrigen Castrop-Rauxel.