Über die Postleitzahl 44805
Im Norden Bochums, an der Grenze zu Herne, Castrop-Rauxel und Dortmund, liegen die Stadtteile Gerthe und Hiltrop sowie Teile von Harpen und Grumme, aus denen sich diese Postleitzahl zusammensetzt. Für Gerthe findet sich bereits gegen 900 unter dem Namen Gerthrium ein Eintrag im Heberegister der Abtei Werden; landwirtschaftlich blieb der Ort bis zur Industrialisierung geprägt, ehe die Großzeche Lothringen ab 1872 den Ort veränderte. Ein historisches Amtshaus, in dem heute die Bezirksvertretung Bochum-Nord sitzt, sowie die unter Denkmalschutz stehende Christuskirche und die Kirche St. Elisabeth erinnern an diese Zeit, während sich am Rand des Stadtteils weiterhin Grünflächen und Landwirtschaft gehalten haben.
Im benachbarten Hiltrop wurden in den 1950er Jahren am Hillerberg Siedlungsspuren aus der Jungsteinzeit gefunden, die zu den ältesten Bochums zählen. Der Stadtteil war lange durch die Zechen Lothringen IV und Constantin X geprägt, wovon zahlreiche Bergmannshäuser an der Hiltroper Straße und der Dietrich-Benking-Straße zeugen. Die 1927 fertiggestellte evangelische Erlöserkirche im Backsteinexpressionismus gilt als sein Wahrzeichen, und der einstige Hiltrop Busch wurde in den 1930er Jahren zum Volkspark umgestaltet. Auf dem angrenzenden Rosenberg entstand ab 1965 eine größere Wohnsiedlung im Stadtteil Harpen, dessen Kirche St. Vinzentius auf das Jahr 1000 zurückgeht.
Auf einer Fläche von 12,8 km² leben in dieser PLZ 26.112 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 2.045 je Quadratkilometer. Nachbarplätze reichen bis nach Dortmund, Castrop-Rauxel und Herne, mit denen Gerthe und Hiltrop unmittelbar verbunden sind.