Über die Postleitzahl 45472
Heißen, ein von frühem Bergbau geprägter Stadtteil Mülheims an der Ruhr, bildet den weitaus größten Teil der Postleitzahl 45472; ein kleiner Abschnitt gehört zu Menden-Holthausen.
Heißen zählt zu den ältesten belegten Orten im heutigen Mülheimer Stadtgebiet: Schon 796 überträgt eine Urkunde dem Grundbesitzer Hemric eine Rodung im Waldgebiet „Silva Heissi“. Um 1830 entstanden hier zahlreiche kleine Steinkohlenzechen, aus deren Zusammenschluss später die Zechen Humboldt, Rosenblumendelle und Wiesche hervorgingen. An diese Zeit erinnert die Bergarbeitersiedlung Mausegatt mit ihren unter Denkmalschutz stehenden Häusern, die als Colonie Wiesche für die Belegschaft der gleichnamigen Zeche errichtet wurde. Zum Stadtteil gehört auch Heimaterde: Der Bau dieser Wohnsiedlung begann 1918, angestoßen vom Krupp-Angestellten Max Halbach, nach Entwürfen des ortsansässigen Baumeisters Theodor Suhnel.
Das Gebiet umfasst 8,2 km² und zählt 21.144 Einwohnerinnen und Einwohner, 2.584 je Quadratkilometer.
An Mülheimer Nachbarn grenzen die Postleitzahlen 45470 und 45473, dazu mehrere Essener Gebiete.