Über die Postleitzahl 46325
Borken im westlichen Münsterland ist Kreisstadt des gleichnamigen Kreises und liegt nach Bocholt und Gronau an dritter Stelle der größten Städte im Kreis; ihr Name entwickelte sich aus einer bereits um 800 von Karl dem Großen als Lagerplatz genutzten Hofansammlung namens „Burg“ oder „Burk“. Stadtrechte erhielt Borken 1226 durch den münsterischen Bischof Dietrich III. von Isenberg. Zur Postleitzahl 46325 gehören praktisch die gesamte Stadt sowie die 1969 eingemeindeten Stadtteile Marbeck, Burlo, Weseke, Gemen-Kirchspiel, Hoxfeld, Rhedebrügge und Westenborken.
Burlo entstand aus einem 1220 gegründeten Oratorium am Rand eines Moorgebiets und wurde bereits 1242 zur eigenständigen Pfarrei erhoben; daraus ging das Kloster Mariengarden hervor, in dem bis zu seiner Aufhebung 1803 nacheinander Zisterzienserinnen, Wilhelmiten und schließlich Zisterzienser lebten. 1253 erhielt der Ort vom Kloster aus Marktrecht.
Weseke findet sich schriftlich schon in einem Güterverzeichnis des Klosters Werden aus der Zeit um das Jahr 970. Die das Ortsbild prägende neugotische Pfarrkirche St. Ludgerus mit ihrem 75 Meter hohen Turm entstand zwischen 1892 und 1895 nach Plänen von Hilger Hertel dem Jüngeren; im März 1945 gerieten Teile des Ortes durch einen Luftangriff und Gefechte mit der britischen 7. Panzerdivision in Mitleidenschaft.
42.421 Menschen leben auf 152,7 km² in Borken, das ergibt 278 Einwohner je Quadratkilometer. Vorwahlen sind unter anderem 02861, 02862 und 02865, das Kennzeichen lautet BOR.