Über die Postleitzahl 34582
Borken im Schwalm-Eder-Kreis war im 20. Jahrhundert ein Zentrum des Braunkohlebergbaus in Hessen, einzigartig dadurch, dass hier auch unter Tage abgebaut wurde. Nach dem schweren Grubenunglück von Stolzenbach im Jahr 1988 endete die Förderung, 1991 auch die Stromerzeugung im örtlichen Kraftwerk. Die rekultivierten Tagebauflächen bilden heute das Borkener Seenland, dessen größter See als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist; das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum mit angeschlossenem Naturschutzinformationszentrum dokumentiert diese Geschichte.
Zur Postleitzahl gehören auch Großenenglis und Kleinenglis, deren gemeinsamer Ursprungsname Angelgise erstmals 775 in einer Urkunde der Abtei Hersfeld erscheint, bevor beide Dörfer ab dem 13. Jahrhundert getrennt beurkundet wurden. Am Naturbadesee Stockelache, dem Singliser Surfsee und dem entstehenden Gombether See lässt sich das Seenland heute freizeitlich nutzen. Das historische Fachwerkrathaus von Borken aus dem Jahr 1611 diente bis 1920 als Sitz der Stadtverwaltung und danach lange als Sparkasse.
Auf 82,2 km² kommen 12.239 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 149 je Quadratkilometer. Borken grenzt an Fritzlar im Norden und an Homberg, Wabern, Bad Zwesten, Neuental und Frielendorf im Süden und Osten.